In 4 Schritten in die Selbstständigkeit

In 4 Schritten in die Selbstständigkeit

Der Schritt in die Selbstständigkeit macht die Leidenschaft zum Beruf. Reichlich Motivation und Engagement sind dabei wichtige Grundvoraussetzungen. Der Aufbau des eigenen Unternehmens ist aber auch mit vielen organisatorischen Punkten, Formalia, Anträgen und Vorüberlegungen verbunden. Einen Unterschied macht hier natürlich die Art des Gründungsvorhabens: Ist es die Freelancer-Tätigkeit als Online Marketer oder doch ein eigener Handwerksbetrieb?

Um die Komplexität in puncto Formalitäten und bürokratischen Prozessen während der Gründungsphase zu reduzieren, ist es wichtig, sich im Vorfeld ausreichend Gedanken zu machen und den Schritt in die berufliche Unabhängigkeit gut vorzubereiten. Wir verraten dir, worauf es bei der Existenzgründung ankommt – von der Idee bis hin zur Wahl der Rechtsform.

Das Geschäftsmodell

Wenn du dich mit dem Gedanken beschäftigst, dein eigenes Unternehmen zu gründen, hast du deine eigene Vision vermutlich schon entwickelt. Du kannst dich vollständig mit deinem Vorhaben identifizieren, verspürst Motivation und willst es jetzt „richtig“ anpacken. Als vorbereitende Maßnahme für alle nächsten Schritte gilt es jetzt, deine Geschäftsidee festzuhalten und sie in eine Unternehmensgeschichte zu überführen.

Als Methode eignet sich hierfür der bewährte Golden Circle von Simon Sinek. Dieser hilft dir, deine Visionen klar herauszukristallisieren und deine ganz eigene Gründergeschichte zu schreiben –anhand drei einfacher Fragen: Warum, Wie und Was?

„Start with the why“, auf Deutsch „Starte mit dem Warum“! Bevor du detailliert ausarbeitest, was du auf den Markt bringen möchtest, solltest du wissen warum du dies tust, bzw. welchen Mehrwert du deinen Kunden bieten möchtest. Ist deine Vision klar definiert, stellt sich die Frage nach dem Wie: Wie lassen sich diese Visionen realisieren? Anschließend schaust du, was es hierfür benötigt.

Anhand dieser drei W-Leitfragen schreibst du die Kerngeschichte deines Unternehmens nieder, bestehend aus Vision, Mission und Leistungsversprechen. So fällt es dir leichter, diese in die Tat umzusetzen. Ein weiterer Vorteil: Du verlierst dich nicht in neuen Ideen, sondern kannst diese immer auf Stimmigkeit mit der eigenen Vision überprüfen.

Der Business-Plan

Ist die Kerngeschichte fixiert, kannst du sie mit dem Instrument des Business-Plans in ein Geschäftskonzept überführen, indem du dein erstes grobes Geschäftsmodell prägnant beschreibst und übersichtlich strukturierst. Dieser Schritt hilft dir, das Modell auf den Prüfstand zu stellen. Außerdem ist der Business-Plan wichtig z. B. für Gespräche mit deiner Bank – er liefert die Basis, damit du die Unternehmensgründung ggf. finanzieren kannst. An dieser Stelle wird klar, ob dein Vorhaben die Chance hat, langfristig wirtschaftlich zu bestehen.

Zur Erstellung eines Business-Plans kannst du auf verschiedene Vorlagen oder Raster zurückgreifen. Eine bekannte Vorlage ist das sogenannte Business Model Canvas, auf Deutsch „Geschäftsmodell-Leinwand“. Diese Methode ermöglicht dir, das Wesentliche deines Geschäftskonzepts auf einem Blatt Papier festzuhalten. Sie dient als Zusammenfassung und Basis des detailgenauen Geschäftskonzepts. Diesen Überblick erhältst du durch die Dokumentation von elf Schlüsselfaktoren. Es kann als Vorstufe für die schriftliche Ausarbeitung des Geschäftskonzepts genutzt werden. Durch die Dokumentation von elf Schlüsselfaktoren erhältst du einen sehr guten Überblick über dein Geschäftsmodell.

Bei den Schlüsselfaktoren handelt es sich zum Beispiel um:

  • Die Schlüssel-Aktivitäten: Was sind die wichtigsten Tätigkeiten, um dieses Geschäftsmodell in die Tat umzusetzen?
  • Das Nutzenversprechen: Welchen Mehrwert haben die Kunden, die dein Produkt oder deine Dienstleistung kaufen?
  • Das Kundensegment: Was ist deine Zielkundengruppe? Wen möchtest du besonders ansprechen?
  • Die Kundenbeziehung: Wie kannst du deine Zielkunden gewinnen und langfristig an dein Unternehmen binden?
  • ...

Die Finanzierung

Gerade am Anfang liegen dir noch keine Verdienstnachweise und daher noch keine verlässlichen Finanzinformationen für eine Finanzierung vor. Daher gilt es vielmehr, mit deinem gut ausgearbeiteten und strukturierten Businessplan zu überzeugen.

Für dich als Gründer oder Gründerin gibt es unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten. Zudem kannst du häufig von unterschiedlichen Förderprogrammen Gebrauch machen und verschiedene Zuschussmöglichkeiten nutzen. Nicht jede passt natürlich gleichermaßen zu allen Modellen und so müssen die Chancen und Risiken jeder Finanzierung berücksichtigt werden. Ein Info-Gespräch mit deiner Hausbank, zum Beispiel einer Volksbank Raiffeisenbank, ist hier häufig die beste Vorgehensweise.

Die rechtlichen Formalitäten

Auf deinem Weg in die Selbstständigkeit hat die Wahl der Rechtsform einen großen rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Einfluss. In aller Regel ist die rechtliche Gründung jedoch sehr individuell und abhängig von der Branche und Tätigkeit, die du ausüben möchtest, dem Startkapital oder auch der Haftung. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften (bspw. GbR, oHG) haftest du mit deinem privaten Vermögen. Hierfür ist jedoch kein Startkapital notwendig. Bei Kapitalgesellschaften, wie bspw. der GmbH, ist die Haftung auf das eingesetzte Kapital (Mindestsumme: 25.000,-€) begrenzt.

Um dich bei der Realisierung deines Gründungsvorhabens zu unterstützen, haben wir eine Checkliste zusammengestellt, die die obigen Punkte nochmal zusammenfasst und an der du dich in Sachen Gründung orientieren kannst. Einige der Punkte sind natürlich nicht für jede Gründung relevant. Es macht aber durchaus Sinn, sich über die Aspekte, die für dein Business genau passend sind, Gedanken zu machen und diese festzuhalten.

 

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